Regie: Dominik von Gunten
Ausstattung: Karlotta Matthies
Dramaturgie: Susanne Bettels

Mit: Julia Baukus , Bastian Beyer, Cedric von Borries

Vorstellungen:
20.00 Uhr: 29.11./ 05.12./ 12.12./ 19.12./ 23.12./ 29.12./ 04.01./ 17.01./ 24.01./ 06.02.


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Der Weibsteufel
von Karl Schönherr

Im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol soll ein junger Gebirgsjäger ein Schmugglerehepaar überführen. Seine Taktik scheint zunächst simpel und erfolgversprechend: Indem er die Frau umgarnt, will er Beweise für das Schmugglertreiben der beiden sammeln. Der Mann wiederum ermutigt seine Frau, auf diese Avancen einzugehen, um so den Gebirgsjäger in den Griff zu kriegen. Doch die Taktik des einen und der Plan des anderen scheitern bald an der unvorhersehbar starken erotischen Anziehungskraft zwischen Jäger und Ehefrau. Deren Amour fou sprengt nicht nur die sechsjährige Ehe des Paares, sie kehrt auch das bisherige Machtgefüge zwischen den beiden Männern und der Frau um. 

Der aus Tirol stammende Arzt und Autor Karl Schönherr gilt neben Arthur Schnitzler als einer der bedeutendsten österreichischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts, auch wenn er heute weniger beachtet ist. Sein 1915 in Wien uraufgeführtes Drama Der Weibsteufel erzählt in einem bürgerlichen Milieu die Geschichte einer außergewöhnlichen Dreiecksbeziehung, in deren Zentrum die Frau vom Objekt materieller und existenzieller Interessen zum emanzipierten Subjekt wird. Schönherrs Theaterstücke beeindrucken besonders in ihrer Wortkargheit, oder wie es der Innsbrucker Literaturwissenschaftler Johann Holzner formuliert: „Aufwühlend ist weniger, was seine Figuren sagen, viel mehr, was sie verschweigen“.


Zusatzangebote

  • Einführung: jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Oberen Foyer
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