Regie: Martin Kindervater
Ausstattung: Sina Barbra Gentsch
Musik: Adrian Sieber
Dramaturgie: Antonia Tretter

Mit: Hannes Berg, Helene Blechinger, Maria Brendel, Meinolf Steiner, Cedric von Borries, Hannah Walther, Georg Zeies

Dauer: ca. 1 Stunden und 30 Minuten, keine Pause
Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Oberen Foyer.

Wir weisen darauf hin, dass bei dieser Vorstellung Stroboskopeffekte verwendet werden. Bei bestimmten Bildfrequenzen können unter Umständen epileptische Anfälle ausgelöst werden.

Besetzung

Vorstellungen:
19.30 Uhr: 24.04./ 27.04./ 04.05./ 12.05./ 18.05./ 06.06./ 13.06./ 27.06./ 30.06./ 12.07./ 21.07.


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Woyzeck
von Georg Büchner

Franz Woyzeck ist ein einfacher Soldat. Er lebt in ärmlichsten Verhältnissen und muss seine Freundin Marie sowie das gemeinsame uneheliche Kind ernähren. Zu diesem Zweck übernimmt er kleinste und demütigende Aufgaben, die der Hauptmann als sein Dienstherr ihm aufträgt. Außerdem lässt er sich vom Doktor für menschenunwürdige Medizinexperimente missbrauchen, um so einen geringen Extraverdienst zu erwirtschaften. Woyzeck ist ein Getriebener. Rastlos kämpft er ums Überleben und gegen die Widrigkeiten menschlicher Existenz. Als seine geliebte Marie mit einem Tambourmajor anbandelt, lässt sich Woyzeck zu grausamer Gewalt verleiten.

Georg Büchners Drama des Franz Woyzeck ist nur fragmentarisch überliefert. Es existieren drei Handschriften aus den Jahren 1836/37. Das Stück ist eine psycho-pathologische Studie zum realhistorischen Fall des arbeitslosen Friseurs und Perückenmachers Johann Christian Woyzeck (geb. 1780), der, nachdem er seine Freundin erstochen hatte, zum Tode verurteilt und 1824 auf dem Marktplatz in Leipzig vor 5.000 Zuschauern hingerichtet wurde.

Die Entstehungszeit des Dramas ist die eines bevorstehenden politischen Umbruchs. Woyzeck, als eines von Büchners Vormärz-Dramen, zeigt anhand des Einzelschicksals eines Mannes die individuellen Nöte und sozialen Missstände für bestimmte gesellschaftliche Schichten im Deutschland der Jahre vor der März- Revolution 1848/49.

 


Presse

„Ein intensives, forderndes und trotz seiner Hoffnungslosigkeit dennoch eigentümlich bannendes Erlebnis.“ (Main-Post)

„Was heißt das für einen Regisseur, der den "Woyzeck" heute auf die Bühne bringt? Er muss sich nicht in Modernisierungen verrenken. Und Regisseur Martin Kindervater folgt diesem Prinzip, hat für das Würzburger Mainfrankentheater eine fast minimalistische, kompakte Fassung kreiert. Er lässt dabei den Woyzeck Woyzeck sein – ohne ganz große Überraschungen, aber eindringlich.“ (Nachtkritik)

„Mit Hilfe von Licht und Musik holen die Würzburger Vieles klug aus dem Inneren nach draußen.“ (Nachtkritk)