Theaterpreis /Förderpreis

Der Theaterpreis Würzburg wurde 1995 vom Förderverein ins Leben gerufen. Er wird, in der Zwischenzeit jährlich, an eine Künstlerin oder einen Künstler des Mainfranken Theaters aus Musiktheater, Schauspiel, Ballett oder Orchester vergeben, die sich in ihrem bisherigen Wirken an diesem Haus durch exzellente künstlerische Leistungen ausgezeichnet haben. Der Preis beträgt 3.000,- Euro und wird von der Sparkasse Mainfranken Würzburg gesponsert. Zusätzlich vergibt der Verein Förder- und Sonderpreise.

 

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Sein komödiantisches Talent stellte er zuletzt als Guglielmo (Così fan tutte) oder als Feri bácsi (Die Csárdásfürstin) unter Beweis, doch auch im ernsten und zeitgenössischen Fach, etwa als Tod im Unverhofften Wiedersehen, überzeugt der Bariton Daniel Fiolka. Doch der Sänger engagiere sich in beispielhafter Weise auch hinter den Kulissen und setze sich immer wieder für die Belange seines Hauses und seiner Kollegen ein, begründete der Theater- und Orchesterförderverein Würzburg seine Entscheidung, Fiolka mit dem Theaterpreis 2017 zu ehren.

Daniel Fiolka schloss seine Studien an der Musikhochschule Köln am Standort Aachen mit Auszeichnung ab und besuchte danach verschiedene Meisterkurse. Nach Stationen am Opernstudio Meran oder beispielsweise am Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein gehörte er zunächst zum festen Ensemble des Theaters Vorpommern sowie anschließend des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Zahlreiche Gastauftritte führten ihn an das Staatstheater Wiesbaden, das Staatstheater Schwerin, das Theater Lübeck, das Volkstheater Rostock, an das Landestheater Detmold oder an die Deutsche Oper am Rhein. Neben der Oper gehört Fiolkas Liebe dem Liedgesang. Der Bariton, der seit der Spielzeit 12/13 fest am Mainfranken Theater engagiert ist, erhielt 2008 für seine Verdienste um das Deutsche Lied den Schubertpreis der Deutschen Schubertgesellschaft.

Sonderpreis für Walter Wiedmaier

Ein für das Theater wesentliches künstlerisches Schaffen zu würdigen, das überwiegend hinter den Kulissen stattfindet, ist Anliegen des Sonderpreises, den der Theater- und Orchesterförderverein an Walter Wiedmaier vergeben hat. 1977 begann er als Bühnenhandwerker seine Karriere am Theater der Stadt Würzburg. In seinen 40 Bühnenjahren entwickelte er sich an dem Haus kontinuierlich und engagiert weiter, bis er zuletzt als Beleuchtungsobermeister und Leiter der Beleuchtungsabteilung tätig war. Wiedmaier setzte unzählige Produktionen im Großen Haus und in der Kammer selbst ins Licht und erschuf dabei einzigartige Stimmungswelten.

Förderpreis für Davit Bassénz

Der Förderpreis 2017 ging an den armenischen Tänzer Davit Bassénz. Viele Türen stünden ihm offen, resümierte die Jury das Talent des Ausgezeichneten. Ausgebildet in Stuttgart an der John-Cranko-Schule, ist er seit fünf Spielzeiten festes Mitglied der Würzburger Ballettcompagnie und hat beispielsweise als Escamillo in Der Fall Carmen, als Tod in Der Tod und das Mädchen oder als Der Alte in Blaubart - - Sacre auf sich aufmerksam gemacht. Auch gesanglich hat Bassénz – als einer der Apostel in Jesus Christ Superstar – sein Können unter Beweis gestellt.

Zum nunmehr 19. Mal hat der Theater- und Orchesterförderverein des Mainfranken Theaters am vergangenen 30. Dezember den Würzburger Theaterpreis vergeben. Gestiftet wurde die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung erneut von der Sparkasse Mainfranken. Aus Mitteln zweier anonym bleibender Spender aus den Reihen des Vereins wurden der Sonderpreis sowie der Förderpreis in Höhe von je 1.000 Euro bestritten.

 

Frühere Preisträger und ihr künstlerischer Weg

Jahr Theaterpreis Förderpreis/Sonderpreis
1996   Hildegard Ritter (Musiktheater)  
1998 Franziska Geyer (Schauspiel)  
2000 Holger Dexne (Schauspiel) Barbara Schöller (Musiktheater)
2002
 
Markus Popp (Chordirektor)
 
Anke Endres (Musiktheater)
Cornelia Boese (Souffleuse)
2003 Ivan Alboresi (Ballett) Nils Liebscher (Schauspiel)
2004 Evan Christ (Erster Kapellmeister) Christian Manuel Oliveira (Schauspiel)
2005 Andreas Bauer (Musiktheater) Natalie Forester (Schauspiel)
2006 Anne Simmering (Schauspiel) Caroline Matthiessen (Ballett)
2007
 
Anna Vita (Ballettdirektorin)
 
Sonja Koppelhuber (Musiktheater)
Maria Vogt (Schauspiel)
2008
 
Uwe Schenker-Primus (Musiktheater)
 
Ako Nakanome (Ballett)
Philipp Reinheimer (Schauspiel)
2009
 
Kai Christian Moritz (Schauspiel)
 
Anna Sjöström (Schauspiel)
Yoshimasa Samos (Ballett)
2010
 
Silke Evers (Musiktheater)
 
Aleksey Zagorulko (Ballett)
Ulrich Pakusch (Kapellmeister)
2011 Caroline Matthiessen (Ballett) Maria Brendel (Schauspiel)
2012
 
Sonja Koppelhuber (Musiktheater)
 

Zoya Ionkina (Ballett)
Rainer Appel (Schauspiel)

2013

Philharmonische Orchester Würzburg unter
der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso

Georg Zeies (Schauspiel)
Felipe Soares Calvacante (Ballett)

2014   
   

Barbara Schöller (Musiktheater)                            

Nele Neitzke (Junges Theater)
Cara Hopkins (Ballett)

2015 Georg Zeies (Schauspiel)          Jeremy Atkin (Musiktheater)
Leonam Santos (Ballett)
2016 Kaori Morito (Ballett) Wolfgang Weber (Maske)
Alexis Agrafiotis (Musiktheater)
2017 Daniel Fiolka (Musiktheater) Walter Wiedmaier (Beleuchtung)
Davit Bassénz (Ballett)
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