Inszenierung: Dominik von Gunten
Bühne und Kostüme: Susanne Hoffmann
Dramaturgie: Katharina Nay

Mit: Maria Brendel, Anja Brünglinghaus

Vorstellungen:
20.00 Uhr: 23.11./ 30.11./ 08.12./ 20.12./ 03.01./ 10.01./ 13.01./ 26.01./ 21.02.


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Riefenstahl und Rosenblatt sind tot
von Stijn Devillé

Die eine ist Verehrerin des Körperkults und Nazi-Propagandistin. Die andere eine jüdische, homosexuelle Kritikerin. Die Regisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl und die Intellektuelle und Schriftstellerin Susan Sontag könnten unterschiedlicher kaum sein. Nun sollen die beiden Frauen sich treffen. Das Time Magazine feiert Jubiläum und lädt alle Personen, die je den Titel der Zeitschrift geziert haben, zu einer Feier nach New York. Das Stück erfindet eine Begebenheit, die es tatsächlich nie gegeben hat. Der fingierte Dialog, den Riefenstahl und Rosenblatt (so Sontags Geburtsname) im Vorfeld der Feier führen, gerät zu einem intensiven Disput. Die beiden streiten über moralische Überlegenheit, politische wie private Macht, falschen Ehrgeiz und unterschiedliche Frauenbilder. Es entsteht ein Kampf um die Deutungshoheit über die eigene Biografie und die Arbeit an der Öffentlichkeit, ausgetragen in feinsinniger Sprache und von eindringlicher poetischer Kraft.

Stijn Devillé, geboren 1975, ist ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker. Er wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien für seine Werke ausgezeichnet. So ist er Stipendiat der Flämischen Stiftung für Literatur und erhielt unter anderem 2009 für Hitler ist tot den Taalunie Toneelschrijfprijs.

Das Stück erhielt nach einer szenischen Lesung den Publikumspreis beim Heidelberger Stückemarkt 2016.

 

Zusatzangebote

Einführungen
30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer vor der Premiere und am 08.12.)

Vortrag in Kooperation mit der Domschule Würzburg
08.12. | 18:00 Uhr | Burkardushaus Würzburg
Geist als Leidenschaft - Leben und Werk von Susan Sontag
Infos und Anmeldung

Matinee
12.11. | 11.00 Uhr | Foyer