Regie: Inga Lizengevic
Bühne und Kostüme: Anika Wieners
Musik: Adrian Sieber
Dramaturgie: Antonia Tretter

Mit: Maria Brendel, Eva Maria Keller, Miriam Morgenstern

Aufführungsdauer: ca. 90 Minuten, keine Pause

Einführungen finden (außer bei der Premiere) jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn statt.

Vorstellungen:
20.00 Uhr: 28.03./ 02.04./ 13.04.


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Muttersprache Mameloschn
von Sasha Marianna Salzmann

Mameloschn ist das jiddische Wort für Muttersprache. Sie ist der innigste sprachliche Ausdruck, den wir haben. In ihr können wir am herzlichsten lachen, fühlen wir uns verstanden und können uns problemlos ausdrücken. Doch was passiert, wenn die Muttersprache die Sprache einer Lebensweise ist, von der wir uns entfremdet sehen? Können wir gegen dieses Erbe rebellieren und ihm entfliehen? Sasha Marianna Salzmanns Stück wirft solche Fragen nach Identität und Lebensentwürfen, nach Zugehörigkeit und Heimat anhand der Biographien von drei jüdischen Frauen auf: Großmutter Lin ist KZ-Überlebende und war überzeugte Kommunistin in der DDR. Mutter Clara sieht die Ideologie ihrer Mutter gescheitert und ist getrieben von Wut auf jenes totalitäre System. Und Tochter Rahel sehnt sich in New York nach sexueller Freiheit und einem anderen, das Leben erfüllenden Sinn. Die teils spannungsgeladene, teils liebevolle Auseinandersetzung der drei Frauen ist nicht nur unterhaltsam, weil charmante Hommage an den jüdischen Humor. Sie bietet ebenso alle Facetten von „Mutterhass und Mutterwitz, der oft mehr weiß, als er ausspricht“, wie John von Düffel es treffend beschreibt.

Sasha Marianna Salzmann (*1985) wuchs in Moskau auf, studierte Szenisches Schreiben in Berlin, wo sie zuletzt künstlerische Leiterin des STUDIO R im Gorki Theater war.
Die belarussische Regisseurin Inga Lizengevic kehrt mit dieser Inszenierung nach der Arbeit an zwei Dokumentarfilmen wieder ans Theater zurück.

HIER finden Sie das Interview mit Sasha Marianna Salzmann, das sie für die Theaterzeitung FOYER 09/10 gegeben hat.

 

  • Video

  • Pressestimmem

"... herrlich komisch ..." (Süddeutsche Zeitung)

"... überzeugende Darsteller ..." (Main-Echo)

" ... Spannend, stark, mitreißend ... " (Main-Post)

" ... erfrischend ..." (Fränkische Nachrichten)