Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben
von Franz von Kobell

Kaspar Brandner ist ein feiner Kerl. Bei der göttlichen Verteilung des Humors hat der 72-jährige Bauer dreimal „hier“ geschrien. Er ist einer jener Menschen, die keine Gelegenheit auslassen, einen Spaß oder Scherz zu machen. Und als eines Abends der Boandlkramer an seiner Tür klopft, um ihn ins Jenseits zu geleiten, tut Kaspar, was alle vernünftigen Leute tun würden, die ihre Zeit noch nicht gekommen sehen: Er versucht zu verhandeln. Unter Zuhilfenahme von Kirschgeist nimmt er dem Boandlkramer das Versprechen ab, ihn so alt wie seinen Vater werden zu lassen, der stolze 90 Jahre alt geworden ist. Mit seinem Zugeständnis an den Kaspar Brandner gefährdet der Boandlkramer nicht weniger als das Gleichgewicht der göttlichen Schöpfung. Um dieses Gleichgewicht zu erhalten, müssen die dem Kaspar geschenkten Jahre jemand anderem abgezogen werden …

1871 erschien Die G’schicht vom Brandner Kaspar das erste Mal in den sogenannten Fliegenden Blättern, einer reich illustrierten deutschen Wochenzeitschrift, die für ihre zielsichere satirische Charakterisierung des deutschen Bürgertums bekannt war. Seit der Uraufführung 1975 im Münchner Staatsschauspiel ist der Stoff unzählige Male aufgeführt, verfilmt und als Roman verarbeitet worden.

Mit Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben greift das Mainfranken Theater auf eine gleichnamige Produktion des Regisseurs am Theater Augsburg zurück und entwickelt eine eigene Würzburger Fassung.


Presse

"...ganz herrliches Theater und ein uneingeschränkter Spaß..." (Main-Post)

"...unterhaltsam erzähltes Märchen..." (Mannheimer Morgen)