Produktionen am Mainfranken Theater:
1. Sinfoniekonzert

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Bernd Glemser

Einen geradezu kometenhaften Aufstieg am Pianisten-Himmel erlebte der 1962 in Dürbheim (Baden-Württemberg) geboren Bernd Glemser. Als Schüler von Vitalij Margulis gewann er ab 1981 hintereinander 17 internationale Musikwettbewerbe, darunter der  ARD Musikwettbewerb 1987. Noch als immatrikulierter Studierender wurde er 1989 mit Sonderregelung als Professor an die Hochschule für Musik Saar nach Saarbrücken berufen. Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule für Musik Würzburg.

Mit einer außergewöhnlichen Bandbreite des Repertoires, das vom Barock bis zur Moderne reicht, zählt Bernd Glemser heute zur internationalen Pianistenelite. Die leidenschaftliche Virtuosität seines Spiels - gepaart mit geistvoller Eleganz - fasziniert das Publikum inzwischen von Chile bis China, wo er 1996 als erster Künstler aus dem Westen live im Fernsehen spielte („natürlich” das 1. Klavierkonzert von Tschaikowski). Die bisher erschienenen 33 CD-Aufnahmen erhielten fast ausnahmslos Auszeichnungen durch die Fachpresse, so zuletzt die Einspielung der 4 Scherzi und Balladen von Chopin Recording of the Month February 2011 durch Robert Cummings (GB, USA, AUS, NZ). Die nächste CD-Aufnahme wird einige der bedeutendsten Klavierwerke von Franz Liszt beinhalten. Mit der Sonate h-Moll steht ein Werk an, welches Bernd Glemser seit Jahrzehnten eine zentrale musikalische Aussage und inhaltliche Offenbarung bedeutet.

Jährlich 15-20 weltweite Radioübertragungen und Fernsehaufnahmen von Konzerten mit großen Dirigenten, wie z.B. Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Welser-Möst, Myung Whun-Chung. Dimitri Kitajenko, Osmo Vänskä oder Wolfgang Sawallisch bestätigen Glemsers Ausnahmerang. Eine große Affinität empfindet der Pianist für das Werk von Sergej Rachmaninow. So scheint es fast folgerichtig, dass Bernd Glemser von Wolfgang Sawallisch nach Philadelphia eingeladen wurde, um Rachmaninows 3. Klavierkonzert zu spielen. Das Orchester, das schon dem Komponisten zu dessen eigenen Schallplatten-Aufnahmen zur Seite stand, feierte seinen 100. Geburtstag. Hollywood, mit der gleichen „Vorliebe“, hat im neuen Film „Spiderman 3” dessen 2. Konzert in Ausschnitten von Bernd Glemser spielen lassen.

Für sein künstlerisches Wirken erhielt Bernd Glemser zahlreiche Auszeichnungen, so 1992 den Andor Foldes-Preis, 1993 in Zürich den Europäischen Pianisten-Preis. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz, 2006 der Kunstpreis der Stadt Würzburg und 2012 der Kulturpreis der E.ON Bayern AG verliehen.