Anja Brünglinghaus

Anja Brünglinghaus studierte an der Schule für Schauspiel in Hamburg und an der Schauspielakademie Zürich. Ihr erstes Engagement trat sie 1987 im Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Gerd Heinz an. 1994 wechselte sie an das Staatsschauspiel Dresden, wo sie 11 Jahre als festes Ensemblemitglied engagiert war.

In diese Zeit spielte sie große Rollen als Gräfin Terzky in Wallenstein I und II von Friedrich Schiller, als Blanche in Endstation Sehnsucht, als Gräfin Orsina in Lessings Emilia Galotti, als Spelunken-Jenny in Brechts Dreigroschenoper sowie die Hauptrolle in Die Wirtin von Peter Turrini in der Inszenierung von Michael Thalheimer.

2005 wechselte sie ans Staatstheater Stuttgart unter der Intendanz von Hasko Weber.

Als Generalin in Tschechows Platonow (Regie: Karin Henkel) war sie zum Berliner Theatertreffen eingeladen. In verschiedensten Rollen und Stücken unter anderem von Elfriede Jelinek, Botho Strauß, Werner Schwab und Yasmina Reza (als Veronique Houillet in Der Gott des Gemetzels) stellte sie das Spektrum ihres schauspielerischen Könnens unter Beweis, ebenso wie zuletzt in Stücken von Sibylle Berg oder als allegorische Figur des Kommunismus in Heiner Müllers Wolokolamsker Chausee/Der Bau. Für ihre Interpretation der Goneril in Shakespeares König Lear erhielt sie den Bad Hersfelder Festspielpreis.

Am Mainfranken Theater Würzburg ist sie ab der Spielzeit 2016/17 festes Ensemblemitglied.